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Online-Angebot für Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter: Raum für kollegialen und themenorientierten Praxisaustausch

Online-Austausch für Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter

Auch nach der intensiven Zeit der Qualifizierung zum Elternbegleiter / zur Elternbegleiterin besteht bei vielen aktiven Fachkräften der Wunsch nach einem kollegialen Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen oder auch neue Entwicklungen in der Elternbegleitung. Deshalb wollen wir Sie gemeinsam mit anderen Elternbegleiter*innen über das Online-Angebot der Servicestelle Elternchance digital zusammenbringen. Interessen- und bedarfsorientiert können Elternbegleiter*innen sich live austauschen und virtuell vernetzen.

Dazu bieten wir Ihnen den Themenorientierten Praxisaustausch und die Fallwerkstatt. Beide Formate werden von Referent*innen, die in der Elternbegleitung-Qualifizierung tätig waren, angeleitet und in Form einer Videokonferenz umgesetzt. Im Fokus des Online-Angebotes stehen die teilnehmenden Elternbegleiter*innen, die sich aktiv und „in Echtzeit“ ortsunabhängig in den Austausch zu gewählten Themen einbringen können.

Wir entwickeln den Online-Austausch stetig weiter - schauen Sie also gerne regelmäßig nach neuen Themen und Terminen.

Dieser Online-Austausch für Elternbegleiter*innen erfolgt zusätzlich zu dem digitalen Angebot des Konsortium Elternchance als Qualifizierungsträger zum Elternbegleiter / zur Elternbegleitung.

Themenorientierter Praxisaustausch

Der themenorientierte Praxisaustausch greift ein relevantes Thema der Elternbegleitung auf und ermöglicht den Erfahrungsaustausch zu diesem Thema. Zu Beginn führt ein*e Referent*in in das Thema ein und moderiert den anschließenden Austausch zu den Praxiserfahrungen der teilnehmenden Elternbegleiter*innen zu diesem Thema. Bis zu 20 Elternbegleiter*innen können an einem Termin (Dauer 90 Minuten) teilnehmen. Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit.

Fallwerkstatt

Als Elternbegleiter*in stehen Sie einerseits vor der Herausforderung, passgenaue Lösungen für die Anliegen und Bedarfe der Eltern zu finden. Andererseits können Sie andere Elternbegleiter*innen mit Ihrem Blick und Ihrer Expertise unterstützen. Die Fallwerkstatt bietet einen geschützten Raum für diesen gegenseitigen Austausch, um die eigene Arbeit und Haltung zu reflektieren. Die Referent*innen bringen hilfreiche Modelle und Methoden ins Gespräch, die Sie für Ihre wertvolle Arbeit als Elternbegleiter*in rüsten.

Senden Sie Ihre Themenvorschläge für die Fallwerkstatt gerne an elternchance@ stiftung-spi.de.

Fallwerkstatt: Familien in Übergangssituationen

Mikrotransitionen sind kleine Übergänge und Wechsel von einer zu einer darauffolgenden Aktivität. Inwiefern trifft es bei Ihnen in der Einrichtung zu, dass corona-bedingt Übergänge und auch „Mikrotransitionen“ mehr Stresspotenzial für Eltern und Kinder haben als sonst? Welche Erfahrungen und Beobachtungen gibt es? Was tut nun gut?

Die Methode des wertschöpfenden Erkundens wird vorgestellt und an einem Fallbeispiel angewandt:

  1. Das erkunden, verstehen und wertschätzen, was an Gutem (bereits) da ist.
  2. Entwerfen, was im besten Fall sein könnte.
  3. Gestalten und vereinbaren, was sein soll.
  4. Planen, was zukünftig sein wird.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Die Fallwerkstatt wird einmal im Monat angeboten:

  • Donnerstag, 23.09.2021, von 17:30 - 19:00 Uhr
  • Donnerstag, 21.10.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Dienstag, 30.11.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Freitag, 17.12.2021, von 08:30 - 10:00 Uhr

Referentin: Simone Horn

Fallwerkstatt: Schwierige Gespräche führen

In vielen Gesprächssituationen erweitern Elternbegleiter*innen durch unterschiedliche Frageformen den Blickwinkel, so dass neue Ideen und Zuversicht beim Gegenüber entstehen können. Doch manchmal kann eine andere Gesprächsstruktur hilfreich sein, beispielsweise, wenn wir sogenannte „schwierige Gespräche“ vor uns haben. Wann das sein könnte und wie ein solcher Rahmen aussehen könnte, darüber wollen wir bei diesem Werkstatttermin sprechen.

Die Elternbegleiter*innen erhalten einen Input zur Vor- bzw. Nachbereitung für strukturierte Gespräche. Neben Übungen am Fallbeispiel (fiktiv oder mitgebracht von den Teilnehmenden) erfolgt ein moderierter Austausch zu den Impulsfragen: Wieso sind manche Gespräche für uns schwierig? Welche Erfahrungen konnte ich in der Übung erleben? Wo befinden sich Stolpersteine? Am Ende der Fallwerkstatt verfügen die Teilnehmer*innen über ein Handlungsschema und können dieses auf die jeweilige Situation anpassen. Sie können eine klare Erwartung an die Eltern zu formulieren und nächste Schritte der Umsetzung zu etablieren.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Die Fallwerkstatt wird einmal im Monat angeboten:

  • Freitag, 17.09.2021, von 08:30 - 10:00 Uhr
  • Freitag, 15.10.2021, von 08:30 - 10:00 Uhr
  • Freitag, 12.11.2021, von 08:30 - 10:00 Uhr
  • Freitag, 10.12.2021, von 10:30 - 12:00 Uhr

Referentin: Ingrid Bethge

Acht Sachen, die Kinder stark machen

Erziehung wird geprägt von acht Faktoren, z.B. Grenzen setzen und Zeit haben, die Kinder bei einer günstigen Ausprägung in der Familie stärken. Durch ihre Erziehung legen die Eltern die Grundlagen dafür, ob Kinder später ein selbstbestimmtes Leben führen können, anstrengende Herausforderungen meistern, konstruktive Beziehungen eingehen können, andere Meinungen akzeptieren.

Die Elternbegleiter*innen lernen beim Input diese acht Faktoren und die Arbeit damit kennen. Im Praxisaustausch erarbeiten wir Antworten auf die Frage, wie mit Eltern der eigene Erziehungsstil respektvoll und diversitätsbewusst beleuchtet und reflektiert werden kann.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Dienstag, 26.10.2021, von 15:00 - 16:30 Uhr
  • Donnerstag, 09.12.2021, von 16:30 - 18:00 Uhr

Referentin: Simone Horn

Elternbegleitung im interkulturellen Kontext - Bildungschancen für alle Kinder eröffnen

Meine Welt + Deine Welt = Unsere Welt! Niedrigschwellige (Bildungs-)Angebote unterstützen die gesellschaftliche Integration zugewanderter Familien. Elternbegleiter*innen verfügen über interkulturelle Kompetenzen, die in der kultursensiblen Begleitung und migrationssensiblen Kommunikation zum Tragen kommen. In diesem themenorientierten Austausch erfahren Sie anhand von Praxisbeispielen, wie zugewanderte Eltern über das hiesige Bildungssystem und die Bedeutung Früher Bildung und Kinderbetreuung informiert werden können. Zudem lassen wir uns von den Erfahrungen und Maßnahmen der Elternbegleitungen untereinander inspirieren.

Verstehen wir die „Welt“ der Anderen? Welche Bedürfnisse haben zugewanderte Familien (Eltern, Kinder)? Wie können zugewanderte Eltern über das hiesige Bildungssystem und die Bedeutung Früher Bildung und Kinderbetreuung informiert werden?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Donnerstag, 17.06.2021, von 14.30-16.00 Uhr <ausgebucht>
  • Donnerstag, 02.09.2021, von 10:30 - 12:00 Uhr
  • Montag, 18.10.2021, von 14:30 -16:00 Uhr
  • Freitag, 26.11.2021, von 09:30-11:00 Uhr
  • Dienstag, 21.12.2021, von 09:30-11:00 Uhr

Referentin: Olga Schürer

Olga Schürer, M.A. Counseling Lebens- und Beziehungsberatung, ist als Trainerin für Elternkurse, Krisenintervention und Entspannungsverfahren in eigener Praxis sowie als Dozentin an Hochschulen tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind Kommunikation, Beratung, Einzelfallhilfe, Bildungs- und Erziehungstheorien, Coaching, Supervision, interkulturelle Beratung sowie Elternarbeit, Erziehungsberatung und Paarberatung. Olga Schürer ist seit 2016 qualifizierte Elternbegleiterin und war im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II“ sowie in der vom Bundesfamilienministerium angebotenen Workshop-Reihe „Unterstützung von Familien mit kleinen Einkommen“ (2019) als Dozentin tätig.

Elternbegleitung in Zeiten der Pandemie - Impulse zu dialogischen Methoden in der „neuen Normalität“

Dieser Praxisaustausch thematisiert positive Ansätze, Schwierigkeiten und Herausforderungen der Elternbegleitung in Zeiten der Kontaktbeschränkung. Gemeinsam finden wir neue Wege, um weiterhin in Kontakt mit den Familien zu bleiben. Die Gespräche am Küchentisch oder im Elterncafé waren und sind durch die Pandemie sehr eingeschränkt. Eine Möglichkeit trotz Schließungen und Abstandsregeln mit den Eltern im Gespräch zu bleiben, sind bewegte Formate an der frischen Luft.

Wie kann ein Spaziergang methodisch gestaltet werden, um in einen konstruktiven, strukturierten Dialog zu finden? Moderierter Austausch zu Erfahrungen mit Beratung und Begleitung in Bewegung.

Mögliche Impulsfragen für diesen Praxisaustausch:

Wie kann Elternbegleitung an die Erfordernisse der Corona-Eindämmungsvorgaben angepasst werden? Was hat sich durch Corona verändert und wie haben Sie darauf reagiert? Wie haben Sie Familien weiter erreicht/weiter begleitet? Was hat Ihnen bei der Anpassung der Elternbegleitung an die Corona-Regelungen geholfen? Welche Erfolgsrezepte für eine Corona-feste Elternbegleitung konnten Sie sammeln? Wie haben sich die Beziehungen zu den Eltern verändert? Was geht in der Beratungsarbeit mit Eltern verloren? Welche Unterstützung hat gefehlt? Wo und durch wen hätten Sie sich bei der Pandemie bedingten Umstellung (mehr) Unterstützung erhofft? Was werden Sie in Ihrer Einrichtung unternehmen, um sich besser an die neue Corona-Situation anzupassen?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Dienstag, 14.09.2021, von 10:00 - 11:30 Uhr
  • Montag, 11.10.2021, von 16:30 - 18:00 Uhr
  • Dienstag, 09.11.2021, von 14:00 - 15:30 Uhr

Referentin: Simone Horn

Elternbegleitung mit belastenden Familien – Fürsorge für mich und andere

In der Begleitung von Familien mit Belastungen wie Armut, Fluchterfahrung, Krankheit, Wohnungsnot brauchen Elternbegleiter*innen Werkzeuge, um ihre Resonanzfähigkeit, ihre Offenheit, Tatkraft, Geduld und Freude weiter gut einzusetzen. Stresserleben kann sich durch Unklarheiten in der Kooperation und Vernetzung ergeben, aber auch durch die Fülle der wahrgenommen Probleme der Familie sowie durch hohe Ansprüche an sich selbst. Auch eigene biographische Erfahrungen können durch engagierte Elternbegleitung wieder aktiviert werden. Gemeinsam sortieren wir belastende Situationen, wandeln Aufträge in Aufgaben, machen aus dem „Ich muss“ ein „Ich kann“. So klären wir Zuständigkeiten und sehen unseren machbaren Anteil in der Elternbegleitung.

Moderierter Austausch mit Leitfragen: Wann definieren Elternbegleiter*innen belastende Situation als Stresserleben? Wie äußert sich das? Welche Gedanken / Rituale / Einordnen oder auch veränderte Abläufe können sich positiv auf dieses Stresserleben auswirken?

Die Elternbegleiter*innen identifizieren belastende Situationen und ordnen diese hinsichtlich des eigenen Stresserlebens ein. Sie kennen Möglichkeiten der Stressbewältigung und Selbstfürsorge, um lange und mit Freude belastete Familien zu begleiten.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Montag, 13.09.2021, von 13:30 - 15:00 Uhr
  • Freitag, 08.10.2021, von 14:00 - 15:30 Uhr
  • Donnerstag, 11.11.2021, von 13:30 - 15:00 Uhr
  • Donnerstag, 02.12.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr

Referentin: Ingrid Bethge

 

Elternkommunikation - deeskalierend auf Situationen einwirken

Besonders bei (aufkommenden) Konflikten gilt es, die wirklichen Hintergründe, Interessen und Bedürfnisse herauszufinden. Mit der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg steht uns eine lösungsorientierte Gesprächsstruktur auch im digitalen Raum zur Verfügung, mit denen wir in der Lage sind, deeskalierend auf Situationen einzuwirken und mit Menschen in einen Dialog zu treten. Bitte bringen Sie eigene Beispiele mit, an denen wir üben, bedürfnis- und lösungsorientiert zu kommunizieren.

Wie kann ich in Chatgruppen, auf virtuellen Plattformen und in der reellen Begegnung mit Menschen gewaltfrei und deeskalierend kommunizieren?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Donnerstag, 07.10.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Montag, 06.12.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr

Referent: Reinhard Grohmann

Reinhard Grohmann ist gelernter Krankenpfleger und leitet als Dipl.-Theologe das pädagogische Team der CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland e.V. Als Elterntrainer unterstützt er Mütter und Väter, damit sie ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. In Mediationen begleitet er Menschen zur Bearbeitung ihrer Konflikte. Einen weiteren Raum nehmen die Weiterbildung von Fachkräften in der sozialen Arbeit und das Coaching von Einzelpersonen, Teams und Unternehmen ein. Bundesweit ist er als systemischer Organisationsberater unterwegs - besonders in Kitas und Schulen auf der Suche nach Ideen und Lösungen für ihre Herausforderungen. Eines seiner Schwerpunkte ist das Training im Kurzgespräch. Reinhard Grohmann war Dozent im Bundesmodellprogramm „Elternchance ist Kinderchance“.

Familien in Krisen begleiten. Gewalt in Familien - wenn einer die Fassung verliert, was kann ich tun?

Kinder und Jugendliche sind Teil ihres Familiensystems. Häufig sind sie krisenhaften Zeiten innerhalb der Familie (Trennung, Armut, Gewalt, Krankheit…) schutzlos ausgeliefert und müssen Dinge miterleben, die nachhaltig auf ihre Entwicklung wirken. Schule und Kindergarten stellen oft den einzigen Ort dar, an dem die Kinder ein Stück Unbeschwertheit und eine andere Kultur erleben können.

Dieser Praxisaustausch widmet sich besonders dem Thema Gewalt in Familien – beginnend bei verbalen Konflikten bis hin zu körperlicher Gewalt und Missbrauchserfahrungen können wir zu allen Themen ins Gespräch kommen. Eigene Betroffenheit soll Raum finden genauso wie hilfreiche Hinweise zum Thema Kindeswohl und Jugendschutz.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Mittwoch, 01.09.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Freitag, 01.10.2021, von 10:00 - 11:30 Uhr
  • Dienstag, 02.11.2021, von 15:00 - 16:30 Uhr
  • Freitag, 03.12.2021, von 11:00 - 12:30 Uhr

Referentin: Antje Rein

Familien mit kleinen Einkommen begleiten und Teilhabechancen erhöhen

„Sind wir arm oder reich, Papa?“ Inhaltlich werden wir uns mit den Ursachen, Folgen und Wirkungen von Armut/Armutsgefährdung beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen spezifische Kooperationspartner, das Phänomen der verdeckten Armut und familienpolitische Maßnahmen und Leistungen, die für die Begleitung von Familien mit kleinen Einkommen relevant sein können. Elternbegleiter*innen bringen Erfahrungen und Herausforderungen aus ihrer Praxis ein und wir tauschen Ideen und Maßnahmen zur Begleitung der Familien aus.

Wen haben Sie in Ihre Einrichtung eingeladen, um sich und Eltern über Familienleistungen und andere Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren? Stehen Ihre Angebote allen Kindern und Familien offen oder gibt es unsichtbare Barrieren, die Familien mit kleinen Einkommen ausschließen?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Freitag, 18.06.2021, von 9.30-11.00 Uhr <ausgebucht>
  • Dienstag, 07.09.2021, von 09:30 - 11:00 Uhr
  • Mittwoch, 20.10.2021, von 09:30 - 11:00 Uhr
  • Donnerstag, 25.11.2021, von 09:30 - 11:00 Uhr
  • Donnerstag, 16.12.2021, von 15:30 - 17:00 Uhr

Referentin: Olga Schürer

Olga Schürer, M.A. Counseling Lebens- und Beziehungsberatung, ist als Trainerin für Elternkurse, Krisenintervention und Entspannungsverfahren in eigener Praxis sowie als Dozentin an Hochschulen tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind Kommunikation, Beratung, Einzelfallhilfe, Bildungs- und Erziehungstheorien, Coaching, Supervision, interkulturelle Beratung sowie Elternarbeit, Erziehungsberatung und Paarberatung. Olga Schürer ist seit 2016 qualifizierte Elternbegleiterin und war im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II“ sowie in der vom Bundesfamilienministerium angebotenen Workshop-Reihe „Unterstützung von Familien mit kleinen Einkommen“ (2019) als Dozentin tätig.

Herausforderungen und Chancen für eine Digitalisierung in der Elternbegleitung

Die digitale Transformation ist ein Veränderungsprozess, der – mit Corona als Katalysator – auch die Elternbegleitung erreicht hat. Die Digitalisierung ermöglicht dabei vielfältige Zugänge zu Eltern und Informationen. Eingesetzte Medien sollten dabei nicht dem Selbstzweck dienen, sondern die Elternbegleitung erweitern. Digitale Medien und Instrumente können auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Handlungsfeldern zum Einsatz kommen: Im Bereich der Einrichtungs-und Angebotsorganisation, bei der Kommunikation mit den Eltern und als kreatives Werkzeug in der pädagogischen Arbeit.

In diesem Workshop werden Einsatzmöglichkeiten von digitalen Medien in der Elternbegleitung, der Kommunikation mit den Eltern vorgestellt und näher beleuchtet. Diskutiert werden, wie die Potentiale der digitalen Medien ausgeschöpft werden können zugunsten einer gelingenden Begleitung von Eltern und ihren Kindern.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Mittwoch, 15.09.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Dienstag, 19.10.2021, von 10:00 - 11:30 Uhr
  • Donnerstag, 18.11.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr

Referent: Reinhard Grohmann

Lösungsorientierte Kommunikation - Wer fragt, der führt

Mit guten Fragen kann einem Gespräch eine Richtung gegeben werden, die den Blick wendet vom Problem zur Lösung. Der einleitende Input wird den Blick schärfen für verschiedene Fragetypen und aufzeigen, wie an die Sprache unseres Gegenübers angedockt und ein Gespräch lösungsorientiert geführt werden kann. Anhand von Gesprächssequenzen, die bestenfalls von den Teilnehmer*innen eingebracht werden, wird beispielgebend gemeinsam daran gearbeitet, welche Fragen dem Gespräch einen Impuls zur Lösungsfindung geben.

Welche Fragen wenden den Blick auf die Lösung eines Problems? Wie kann ich mit der Sprache meines Gegenübers andocken und mit ihr arbeiten?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Dienstag, 15.06.2021, von 10.00-11.30 Uhr <ausgebucht>
  • Montag, 06.09.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Montag, 08.11.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr

Referent: Reinhard Grohmann

Reinhard Grohmann ist gelernter Krankenpfleger und leitet als Dipl.-Theologe das pädagogische Team der CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland e.V. Als Elterntrainer unterstützt er Mütter und Väter, damit sie ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. In Mediationen begleitet er Menschen zur Bearbeitung ihrer Konflikte. Einen weiteren Raum nehmen die Weiterbildung von Fachkräften in der sozialen Arbeit und das Coaching von Einzelpersonen, Teams und Unternehmen ein. Bundesweit ist er als systemischer Organisationsberater unterwegs - besonders in Kitas und Schulen auf der Suche nach Ideen und Lösungen für ihre Herausforderungen. Eines seiner Schwerpunkte ist das Training im Kurzgespräch. Reinhard Grohmann war Dozent im Bundesmodellprogramm „Elternchance ist Kinderchance“.

Mit dem Ideensteckbrief Anliegen kreativ umsetzen

Schule, Kita, Familienzentrum - Fachkräfte der Elternbegleitung sind ständig auf der Suche nach guten Ideen für die Realisierung der Vorhaben und Ziele. Kreativität ist eine Schlüsselressource, die uns hilft, Neues zu entdecken und zu erschaffen. In diesem Praxisaustausch erobern die Teilnehmenden Gedankenräume zu eigenen Anliegen, um mit Kindern und Eltern auf Ideensuche zu gehen. Wir experimentieren mit Methoden und Techniken des kreativen Denkens und greifen dabei die Fragestellung der Teilnehmenden auf, z.B.: Wie machen wir die Einrichtung für bestimmte Eltern attraktiver? Wer oder was könnte in meinem (seinem/ihrem) Vorhaben den Weg leichter, den Berg kleiner machen? Was unterstützt Eltern in der Entwicklung einer positiven Konfliktkultur in der Familie?

Der Thematische Austausch wird geprägt von Humor, Raum –im Kopf und kreative Zuversicht um Fragen zu definieren und Anliegen im Dialog und mit Perspektivwechsel aufzugreifen. Ein Ideensteckbrief zum eigenen Anliegen entsteht und macht erste strukturgebende Schritte zur Realisierung leichter.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Montag, 20.09.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Donnerstag, 14.10.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Dienstag, 23.11.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr
  • Mittwoch, 08.12.2021, von 15:00 - 16:30 Uhr

Referentin: Simone Horn

Neue Wege der Zusammenarbeit im Sozialraum – Geht Netzwerkarbeit auch anders?

Auch gut funktionierende Netzwerke vertragen einen Blick über den Tellerrand hinaus: Neben den weit verbreiteten Strategien zur Vernetzung mit fachlich gleichgesinnten Akteuren im Sozialraum kann ein anderer Blick auf bewährten Kooperationsstrukturen zur Reflexion beitragen. Es geht beispielsweise um Institutionen wie Arztpraxen, Migrationsorganisationen und Sportvereine, Organisationen der Kunstszene in den Bereichen Musik, Tanz und Theater genauso wie Museen und Volkshochschulen. In den Blick genommen werden können auch die Agentur für Arbeit, Jobcenter, Schuldnerberatungen oder Unternehmen verschiedenster Art.

In diesem Praxisaustausch werden Beispiele vorgestellt, die den Sinn und Zweck sowie beispielhaft Erfolge einer weiter gefassten Vernetzung - sowohl von den Aufgaben als auch den Partnern - aufzeigen. Anhand dieser Beispiele reflektieren die Beteiligten die Akteurslandschaft bei sich vor Ort und machen sich gedanklich auf die Suche nach neuen interessanten Partnerschaften, vielleicht über die bewährten Wege hinaus.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Donnerstag, 16.09.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr
  • Dienstag, 12.10.2021, von 11:30 - 13:00 Uhr
  • Dienstag, 16.11.2021, von 09:00 - 10:30 Uhr
  • Mittwoch, 15.12.2021, von 14:00 - 15:30 Uhr

Referentin: Antje Rein

Schlüsselkompetenzen: Vom guten Zuhören zur passgenauen Lösung

Elternbegleiter*innen können zuhören. Elternbegleiter*innen begeben sich mit Familien über die Fähigkeit des genauen Zuhörens auf den Weg, Ressourcen zu aktivieren und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Aufbauend auf dem Vorwissen über andere Kommunikationsmodelle und der bisherigen Erfahrung lernen die Elternbegleiter*innen das Modell der „4 Ebenen des Zuhörens“ von Otto Schamer kennen. Durch Übungen und den moderierten Austausch aktivieren und strukturieren die Fachkräfte ihre Zuhörfähigkeit und entwickeln diese weiter.

Elternbegleiter*innen lernen das Modell der „4 Ebenen des Zuhörens“ kennen und vergleichen dieses mit der bisherigen Zuhörpraxis. Sie erproben und reflektieren dieses Modell anhand eigener praktischer Fallbeispiele und reflektieren sie hinsichtlich ihrer Auswirkung auf Ressourcen und Lösungswege.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Freitag, 10.09.2021, von 08:00 - 09:30 Uhr
  • Mittwoch, 06.10.2021, von 11:00 - 12:30 Uhr
  • Donnerstag, 04.11.2021, von 08:30 - 10:00 Uhr
  • Mittwoch, 01.12.2021, von 08:00 - 09:30 Uhr

Referentin: Ingrid Bethge

Ingrid Bethge arbeitet als Sozialpädagogin und Geschäftsleitung bei KarLa – Sozialpädagogische Hilfen für Familien e.V., einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe im Landkreis Karlsruhe und unterstützt belastete Familien. KarLa e.V. ist Träger in einem der 47 lokalen Elternbegleitungsnetzwerke im Bundesmodellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ (2017 – 2020). In diesem Netzwerk wirkt Ingrid Bethge als qualifizierte Elternbegleiterin. Zusätzlich unterstützt sie Eltern mit videogestützter Beratung wie Marte Meo. Im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II“ sowie in der vom Bundesfamilienministerium angebotenen Workshop-Reihe „Unterstützung von Familien mit kleinen Einkommen“ (2019) war Ingrid Bethge als Dozentin tätig.

Seelisches Wohlbefinden fördern - Kinder und Eltern mit psychischen Problemen begleiten

Familien standen in der Zeit der Pandemie zum Teil unter starkem Druck. Wenn eine lange Zeit Bewältigungskräfte überfordert werden, Ohnmacht, Angst, Einsamkeit und andere unangenehme Gefühle vorherrschen, dann können sich daraus psychische Auffälligkeiten und auch psychische Krankheiten entwickeln. Die Zahlen haben sich für die Kinder und Jugendlichen fast verdoppelt und auch bei den Eltern kann dies beobachtet werden. Beratungsstellen und die psychotherapeutische Versorgung sind nicht ausreichend um all dies abzufedern.

Elternbegleiter*innen können eine Schnittstelle sein und auch erste Ansprechpartner*innen bei Verhaltensauffälligkeiten und emotionalen Störungen. Im Praxisaustausch wird diese Brückenkompetenz gestärkt.

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit. Das Thema wird einmal im Monat angeboten:

  • Freitag, 22.10.2021, von 11:00 - 12:30 Uhr
  • Mittwoch, 24.11.2021, von 11:00 - 12:30 Uhr
  • Montag, 20.12.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr

Referentin: Dr. Inés Brock

Wissenswertes zur Pubertät und den Übergang von der Kita in die Schule

Wegen Umbau vorübergehend geschlossen!

Die Vorgänge während der Pubertät ähneln oftmals einer Totalsanierung einer Wohnung bei laufendem Betrieb, Teenager können während der Umbaumaßnahmen ihres Gehirns nicht ausziehen.

Im ersten Praxisaustausch legen wir den Fokus auf die Pubertät. Sie erfahren, welche Dinge im Gehirn umgebaut werden. Das hilft, so manche Verhaltensweise anders zu deuten, zu verstehen und auch anders darauf zu reagieren. Sie bekommen hilfreiche Überlebensstrategien für Eltern von Teenagern vorgestellt, die sie in die Lage versetzen, die Pubertät ihrer Kinder nicht nur zu überleben, sondern zu gestalten. Eine Themenrunde, um Eltern von Teenagern besser begleiten zu können.

Im zweiten Praxisaustausch steht der Übergang von der Kita in die Schule im Zentrum. Auf welche Verhaltensweisen in der Grundschulzeit können sich Eltern einstellen? Wie können Sie Eltern in die neue Lebensphase ihrer Kinder begleiten?

Mögliche Impulsfragen für diesen Praxisaustausch:

Was ist beim Schulstart zu beachten? Woran erkenne ich, dass ein Kind in der Pubertät ist? Wie erlebe ich meine eigene Pubertät im Rückblick? Was hätte ich mir gewünscht? Was waren für mich „No-gos“?

Ein Termin bildet eine geschlossene Einheit.

  • Donnerstag, 09.09.2021, von 10:00 - 11:30 Uhr - Pubertät
  • Mittwoch, 13.10.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr - Übergang Kita-Schule
  • Montag, 15.11.2021, von 15:00 - 16:30 Uhr - Pubertät
  • Montag, 13.12.2021, von 17:00 - 18:30 Uhr - Übergang Kita-Schule

Referent: Reinhard Grohmann

 

Zur Online-Anmeldung.

Ihren Themenwunsch und weitere Anmerkungen können Sie uns im Anmeldeformular mitteilen.

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