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Kompetenzteam Frühe Bildung in der Familie

Das Kompetenzteam „Frühe Bildung in der Familie“ berät und unterstützt mit seiner wissenschaftlichen Expertise Vorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Bereich der frühkindlichen Bildung und Familienbildung. Den Schwerpunkt bildet dabei die wissenschaftliche Begleitung des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ (2015–2020). Das Kompetenzteam ist an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) angesiedelt.

Das BMFSFJ setzt mit „Elternchance II“ und dem vorangegangenen Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance – Elternbegleitung der Bildungsverläufe der Kinder“ (2011–2015) auf die familiäre Begleitung frühkindlicher Bildungsprozesse. Die Kindheitsforschung, die Familienforschung und die empirische Bildungsforschung belegen, wie wichtig das familiäre Umfeld für den Zugang zur frühen Bildung und einen erfolgreichen Bildungserwerb von Kindern ist. Familie ist nicht nur der erste Bildungsort, sondern gilt zugleich als der wichtigste. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass in Deutschland die Herkunftsfamilie deutlich stärker Bildungszugang und -chancen von Kindern bestimmt als in anderen Ländern. Familie muss deshalb nach Ansicht von Bildungsexpert*innen zukünftig stärker als zentrale Einflussgröße für Bildungsprozesse wahrgenommen werden.

Im Rahmen der Bundesprogramme wurden daher mehrere Tausend Fachkräfte aus der Familienbildung und frühen Bildung zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern qualifiziert, die Eltern in Bildungsfragen unterstützen und ihnen als Vertrauenspersonen zur Seite stehen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluationen der Bundesprogramme unterstreichen die positiven Auswirkungen einer aktiven Bildungsbegleitung und verweisen auf hohe Zufriedenheitswerte der Fachkräfte mit der Qualifizierung. Es zeigt sich, dass die Qualifizierung die Qualität der Zusammenarbeit mit Eltern deutlich steigert und eine sehr hohe Praxisrelevanz besitzt.

 

Sammelband „Frühe Bildung in der Familie” zeigt Perspektiven für die Familienbildung auf

Der Sammelband „Teilhabe durch frühe Bildung. Strategien in Familienbildung und Kindertageseinrichtungen“ (2019) präsentiert innovative interdisziplinäre Befunde, wie Familienbildung und Kindertageseinrichtungen kindliche Bildungsprozesse vor Schuleintritt stärken.

Bildung in der frühen Kindheit ist für individuelle Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern zentral. Vorgestellt werden wirkungsvolle Strategien und Ansätze, um der wachsenden Vielfalt von Familien zu entsprechen und zum Abbau ungleicher Bildungschancen beizutragen, wie beispielsweise eine verstärkte Vernetzung im Sozialraum der Familien sowie die intensivierte Zusammenarbeit von Fachkräften der frühen Bildung mit Eltern. Beispielhaft hierfür steht das ESF-Bundesprogramm „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“.

Der Sammelband ist im Beltz-Verlag erhältlich und kann als E-Book kostenlos hier bestellt werden.

Handreichung Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien

Die Handreichung liefert erste Erfahrungen aus dem Bundesmodellprogramm „Starke Netzwerke für geflüchtete Familien“. Sie stellt das Angebotsspektrum der bundesweit 47 Netzwerke dar und beschreibt Erfolgsfaktoren zur vernetzten Elternbegleitung für geflüchtete und neu zugewanderte Familien vor Ort.

Handreichung Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien

Handlungsleitfaden: „Integration von geflüchteten Familien“

In den Jahren 2015 und 2016 sind insgesamt über eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und haben Asyl beantragt. Unter den geflüchteten Menschen befinden sich viele Familien und, im Vergleich zur deutschen Gesellschaft, überdurchschnittlich viele junge Menschen und kleine Kinder. Die Integration der Flüchtlinge – und insbesondere auch der geflüchteten Familien – ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Fachkräfte der (frühen) Bildung und Familienbildung spielen eine wichtige Rolle, um geflüchtete Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, in Deutschland anzukommen und sich zu integrieren.

Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind solche Fachkräfte. Sie arbeiten schon jetzt oft mit Migrantenfamilien zusammen und können bei der Arbeit mit geflüchteten Familien auf diesen Erfahrungen aufbauen. Im Rahmen der Bundesprogramme „Elternchance ist Kinderchance – Elternbegleitung der Bildungsverläufe der Kinder“ (2011-2014) und „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) wurden bisher über 8.000 Fachkräfte für die Elternbegleitung weiterqualifiziert, um Eltern in Bildungsfragen zu unterstützen und ihnen als Vertrauenspersonen zur Seite zu stehen.

Der vorliegende Handlungsleitfaden wurde im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erarbeitet. Er stellt Informationen bereit, wie Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter, aber auch andere Fachkräfte der Eltern- und Familienbildung, geflüchtete Familien noch besser unterstützen und begleiten können. Neben der aktuellen Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Deutschland bereitet der Handlungsleitfaden zentrale Themenfelder der Arbeit mit geflüchteten Familien für die Praxis auf – u.a.: Asylverfahren und rechtliche Situation, Unterbringung und Wohnen, Gesundheitsversorgung, Traumata, Spracherwerb, Bildungsbegleitung geflüchteter Familien, Zugang zu Bildung, Ausbildung und zum Arbeitsmarkt. Darüber hinaus stellt er gute Beispiele aus bereits vorhandenen Initiativen und Aktivitäten von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern vor und gibt wichtige Anregungen für die Zusammenarbeit mit geflüchteten Familien. Abgerundet wird der Handlungsleitfaden durch eine Sammlung weiterführender Informationen.

Im Mai 2017 ist die zweite, überarbeitete Auflage des Handlungsleitfadens erschienen.

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