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Zusammenstellung der Corona-Studien zu Auswirkungen auf Familien und Kinder

[21.05.2021] Die Stiftung Universität Hildesheim hat Ergebnisse zu den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder, Familien und Kitas aus insgesamt neun Studien zusammengefasst. Die am meisten angewendete Methode der Datenerhebung war eine quantitative Online-Befragung der Eltern und der Fachkräfte der Bildungseinrichtungen. 

Das positive an den Eindämmungsmaßnahmen war, dass in der Pandemie kleinere Gruppen der Kinder in den Kindereinrichtungen betreut wurden und das hat zu Verbesserungen der Entwicklungen für diese Kinder geführt wie beispielsweise der Sprachentwicklung (Schäfer & Rohrmann 2021: Sprachbildung in Corona-Zeiten). Einige Kinder empfanden das Zusammenspielen in kleineren Gruppen als angenehmerer und ruhiger (Wendrock 2021: Erfahrungen von Kindern in der Corona-Zeit).

Die am meisten ausgeübten Aktivitäten mit Kleinkindern im Vergleich zu der Zeit vor Corona waren künstlerisches Gestalten, draußen sein und soziale Kontakte über digitale Medien (Cohen, Oppermann & Anders 2020: Familien und Kitas in der Corona-Zeit).

In einer vom Robert-Koch-Institut durchgeführten Recherche wurden die von März bis Mai 2020 in der weltweiten LitCovid-Datenbank enthaltenen Studien und Veröffentlichungen mit Bezug zu Kindern und Jugendlichen untersucht.

Die Veröffentlichungen zeigen, dass insbesondere die ersten Wochen der Pandemie zum Teil gravierende Spuren auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen hinterlassen haben: es häuften sich insbesondere Symptome von Angst und Depression.

Ergebnisse für Deutschland zeigen allerdings auch, dass viele Familien die Pandemie-Zeit überwiegend gut bewältigt haben. In einer Befragung von über 8.000 Eltern 3- bis 15-jähriger Kinder und Jugendlicher vom Deutschen Jugendinstitut zu pandemiebedingten Veränderungen des Alltags gab der Großteil an, die Herausforderungen eher gut oder sehr gut zu bewältigen.

Eine Befragung der DAK-Gesundheit von Eltern und Kindern zu diesem Thema zeigt jedoch ein ganz anderes Bild: für zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen war die Schule und das Lernen zu Hause anstrengender als vor der COVID-19-Pandemie. Von den negativen Effekten der Pandemie waren dabei besonders stark Kinder aus Familien mit schwachem sozio-ökonomischen Status, aus Familien mit Migrationshintergrund oder Kinder mit einem Förderbedarf wie beispielsweise ADHS betroffen.

Ausgewählte Ergebnisse aus Studien zur Auswirkung von Corona auf Kinder, Familien und Kitas finden Sie hier: https://www.elternchance.de/fileadmin/elternchance/dokumente/2021-05-11_Coronastudienzusammenfassung_KEA290421.pdf

Die Zusammenfassung bisher vorliegender Erkenntnisse zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen des Robert-Koch-Institutes finden Sie hier: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/7549/JoHM_04_2020_Psychische_Auswirkungen_COVID-19.pdf?sequence=1&isAllowed=y

DJI-Überblicksseite zu Corona und den gesellschaftlichen Folgen: https://www.dji.de/themen/corona.html  

Die Befragung „Homeschooling in Corona-Zeiten Erfahrungen von Eltern und Schülern. Ergebnisse einer Eltern-Kind-Befragung mit forsa.omninet“ im Auftrag der DAK Gesundheit finden Sie hier: https://www.dak.de/dak/download/forsa-studie-2266768.pdf

 

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