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Wie machen sich die Väter heutzutage? – Ergebnisse aus dem Väterreport

[28.10.2021] Der Väterreport. Update 2021 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde im Oktober veröffentlicht und gibt Auskunft über die Lebenslagen der Väter in Deutschland. Die Situation von getrennten Vätern sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Familienleben werden im Report ebenfalls thematisiert.

Die Ergebnisse zeigen, dass immer mehr Väter sich die Teilung der Familienaufgaben sowie die Erziehungsverantwortung auf der partnerschaftlichen Ebene wünschen. Das war in derGeneration zuvor noch anders.

Auch nach einer Trennung wollen sich viele Väter aktiv an Kinderziehung und -betreuung beteiligen. Getrenntlebende Väter geben zu großen Anteilen (48 %) an, dass sie sich gerne mehr um Erziehung und Betreuung ihrer Kinder kümmern möchten.

Immer mehr Väter nehmen Elternzeit in Anspruch (über 42 %). Elterngeld und Elternzeit sind wirksame Instrumente, die immer mehr Väter dabei unterstützen, zumindest zeitweise im Beruf kürzer zu treten und sich stärker familiär zu engagieren. Zusätzlich unterstützen Unternehmen die Väter und passen ihr Angebot familienbewusster Personalmaßnahmen auf ihre Bedürfnisse an.

Der Väterreport zeigt erhebliche Auswirkungen der Corona-Pandemie. Während der Zeit, wo viele Väter in Kurzarbeit oder im Homeoffice tätig waren, engagierten sie sich stärker in der Familienarbeit. Die tägliche Kinderbetreuungszeit von Vätern aus Paarfamilien stieg auf durchschnittlich 5,3 statt 2,8 Stunden täglich (+ 89 %). Mütter übernahmen dennoch weiter den deutlich größeren Teil der Familienarbeit: während der Lockdowns durchschnittlich 9,6 statt bisher 6,7 Stunden Kinderbetreuungszeit pro Tag (+ 43 %).

Der Väterreport wurde auf Basis amtlicher Statistiken, wissenschaftlicher Studien und repräsentativer Bevölkerungsbefragungen erstellt. Dabei stützt er sich unter anderem auf Erkenntnisse einer aktuellen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zu „Elternzeit, Elterngeld und Partnerschaftlichkeit“.

Im Bundesprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ (SNEB) hat sich gezeigt, dass durch bestimmte Aktionen Väter auch im Bereich der präventiven Familienbildung gut zu erreichen sind. So hat das Netzwerk Elternbegleitung Bochum ein Naturprojekt gestartet. Das Ziel war einen internationalen Garten anzulegen. Die begleiteten Familien haben sich rund um das Jahr gemeinsam um den Garten gekümmert. Das Netzwerk Elternbegleitung Coswig initiierte ein Bauprojekt mit Vätern. So wurden beispielsweise in einem Kindergarten zusammen mit den Vätern und den Kindern aus Europaletten Hochbeete und eine Kinderküche gebaut

Den „Väterreport. Update 2021“ finden Sie hier: www.bmfsfj.de/vaeterreport

 

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