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Neues Kinder- und Jugendstärkungsgesetz

Das Bundeskabinett hat am 2. Dezember 2020 einen Gesetzesentwurf des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes und damit eine Reform des Sozialgesetzbuches VIII Anfang Dezember beschlossen. Das Ziel ist die Stärkung der Teilhabe und Chancengerechtigkeit für junge Menschen. Mit den fünf großen Regelungszielen: Schützen, Stärken, Helfen, Unterstützen, Beteiligen sollen junge Menschen Kinder- und Jugendhilfen aus einer Hand bekommen, die perspektivisch auch nicht mehr zwischen Kindern mit und ohne Behinderung unterscheidet.

Im Fokus stehen Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf, die folgendermaßen in Deutschland aufgezählt werden:

  • 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche in schwierigen sozialen Umständen. Sie und ihre Familien sind auf die Unterstützung  staatlicher Stellen angewiesen.
  • 360.000 Kinder und Jugendliche mit einer seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderung. Bisher sind nur die rund 100.000 Kinder mit einer seelischen Behinderung durch das Kinder- und Jugendhilferecht erfasst. Die circa 260.000 Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung waren  bisher nicht durch das Kinder- und Jugendhilferecht erfasst, sondern in der sogenannten „Eingliederungshilfe“.
  • 31.000 junge Menschen, die vor allem im Zuge ihres 18. Geburtstags als sogenannte „Careleaver“ aus der Kinder- und Jugendhilfe entlassen werden.
  • Diejenigen der etwa drei bis vier Millionen Kinder und Jugendlichen mit einem psychisch- oder suchterkrankten Elternteil, die unter damit einhergehenden psychischen und physischen Belastungen leiden.

Die fünf Regelungsbereiche, die das Gesetz umsetzt finden sich in der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums:  https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/giffey--mehr-teilhabe-und-chancengerechtigkeit-fuer-kinder-und-jugendliche-in-schwierigen-lebenslagen/162872

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