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Elternbegleitung: Regionale Vernetzungstreffen werden in der Praxis gut angenommen

Die fachliche Vernetzung von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern auf regionaler Ebene ist ein Gewinn für die qualifizierten Fachkräfte. Hiervon profitieren auch Familien.

Im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ haben seit Herbst 2017 zwölf regionale Vernetzungstreffen für Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter stattgefunden.

Die Evaluation des vorherigen Bundesprogramms „Elternchance ist Kinderchance“ hat gezeigt: Der Bedarf an Vernetzung unter den Fachkräften ist hoch.

Ziel der regional ausgerichteten Treffen war es, vor allem die kollegiale Vernetzung zu stärken und eine nachhaltige Unterstützungsstruktur für den Arbeitsalltag zu initiieren.

„Angemeldet habe ich mich, weil ich persönlich die Ausbildung zur Elternbegleitung als etwas monumental Wichtiges in unserer Bildungslandschaft empfinde. Ich finde dieses Bundesprojekt einfach gigantisch gut.“  Elternbegleiterin und Leiterin einer Kindertagesstätte mit Familienzentrum

Die eintägigen Workshops wurden vom Trägerkonsortium angeboten, das als ein Träger die Qualifizierung für die Elternbegleitung durchführt. Im Anschluss an die Vernetzungstreffen fand eine quantitative und qualitative Befragung durch das Kompetenzteam „Frühe Bildung in der Familie“ von der Evangelischen Hochschule Berlin statt, die auf hohe Zufriedenheitswerte bei den Teilnehmenden verweist.

Bisher wurden über 8.000 Fachkräfte der Familienbildung und der Frühpädagogik zu zertifizierten Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern ausgebildet. Die vom Bundesfamilienministerium geförderte Qualifizierungsmaßnahme läuft seit 2011.

 

Hohe Zufriedenheit mit regionalen Vernetzungstreffen

Insgesamt wurden 259 standardisierte Fragebögen von Teilnehmenden der regionalen Vernetzungstreffen ausgewertet. Die Ergebnisse der quantitativen Befragung zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit der Teilnehmenden (83%). Vier von fünf Befragten sind mit dem Treffen zufrieden und empfehlen die Teilnahme auch anderen Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern weiter. Darüber hinaus fanden 20 Telefoninterviews mit Teilnehmenden statt.

Die qualitativen Interviews ermöglichen einen tieferen Einblick in die Motive und Einschätzungen der Fachkräfte. Als Gründe für die Teilnahme an dem Vernetzungstreffen werden vor allem der Wunsch nach Erfahrungsaustausch mit anderen Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern, das Ausloten von Vernetzungsmöglichkeiten sowie der fachliche Input im Anschluss an die Qualifizierung genannt.

„Meine Motivation (…) war tatsächlich zu gucken, gut, wer ist denn aus unserer konkreten Region noch da, um sich dann tatsächlich im Weiteren gegebenenfalls vernetzen zu können.“ Leiterin einer Einrichtung der Erwachsenen- und Familienbildung

Besonders zufrieden sind die Teilnehmenden mit der Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs unter den Fachkräften. Dieser wird als „konstruktiv“ erlebt. Der Umgang mit Problemen, Einblicke in die Bandbreite von Elternbegleitung sowie die Möglichkeit mit anderen Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern der Region Kontakt aufzunehmen, werden ebenfalls positiv bewertet.

Angesichts dieser hohen Zufriedenheit und der großen Nachfrage werden auch 2018 regionale Vernetzungstreffen stattfinden.

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