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1. Regionale Workshops im Bundesprogramm "Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien"

Vertreterinnen und Vertreter der 47 geförderten Projekte trafen sich zu einem ersten Erfahrungsaustausch in Hannover und Würzburg

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie weitere Netzwerkpartner der 47 geförderten Netzwerke Elternbegleitung kamen zu einem ersten projektübergreifenden Austausch im Januar 2018 zusammen, um über Erfahrungen und Herausforderungen mit niedrigschwelligen Zugängen und Angeboten für neu zugewanderte Familien zu diskutieren. Auch Erfolgsfaktoren und Stolpersteine der Netzwerkarbeit waren Gegenstand der beiden eintägigen Workshops.

 

Erste Erfahrungen machen deutlich: Um die neu zugewanderten Familien für die Teilnahme an den Angeboten zu erreichen, ist die individuelle Begleitung und der Aufbau von Vertrauen notwendig.

Seit Mai 2017 arbeiten die im Bundesprogramm geförderten Standorte am Auf- und Ausbau eines kommunalen Elternbegleitungsnetzwerks aus unterschiedlichen Akteuren und (Bildungs-) Institutionen, die gemeinsam die Integration und Bildungsteilhabe von neu zugewanderten Familien vor Ort unterstützen.

Dabei setzen die Netzwerke Elternbegleitung ein breites Angebotsspektrum um, etwa Offene Treffs oder Eltern-Kind-Cafés, Informationsveranstaltungen zu Kita und Schule oder Unterstützung bei der Beantragung von Kita-Plätzen, Angebote zu Gesundheit und Schwangerschaft sowie vielfältige Kreativ- und Freizeitangebote.

Die Bedarfsermittlung erfolgt an den meisten Standorten durch die Abfrage der am Netzwerk beteiligten Institutionen, z.B. der Kitas oder Migrationsberatungsstellen, und teilweise auch durch die direkte Befragung der neu zugewanderten Familien nach konkreten Unterstützungsbedarfen.

Vielerorts arbeiten die Elternbegleitungsnetzwerke mit Ehrenamtlichen zusammen, die bereits Kontakt zu den geflüchteten Familien haben. Die Kooperation mit Ehrenamtlichen erfordert nach Einschätzung der Netzwerkbeteiligten verlässliche Informationsweitergabe und klare Absprachen über Aufgaben und Zuständigkeiten, auch um die Ehrenamtlichen vor Überlastung zu schützen.

Insbesondere die Zusammenarbeit mit Sprachmittlern ist vielerorts ein unverzichtbares Instrument, um die neu zugewanderten Familien bestmöglich unterstützen zu können. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Gewinnung von Vätern für die Teilnahme an den Angeboten, die nach ersten Erfahrungen eher schwierig ist. Für die gezielte Ansprache von Vätern werden spezifische und zeitlich flexible Angebote für notwendig gehalten, z.B. Sportangebote oder Repair-Cafés, aber auch die Beteiligung von männlichen Fachkräften oder Sprachmittlern.

Die durch das Bundesprogramm vorgesehene verpflichtende Kooperation mit den zuständigen Jugendämtern wird von den Netzwerkbeteiligten als hilfreich eingeschätzt. Den Anliegen und Angeboten des Elternbegleitungsnetzwerks werden somit nach den Erfahrungen vieler Standorte beim zuständigen Jugendamt mehr Aufmerksamkeit und schließlich ein höherer Stellenwert zuteil.

In beiden Workshops äußerten sich die Teilnehmenden positiv über den Verlauf und die Ergebnisse und wünschten weitere Treffen. So sollen mittelfristig weitere Workshops stattfinden.

Weitere Informationen zum Bundesmodellprogramm



Impressionen aus den Regionalen Workshops in Hannover und Würzburg

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